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Geschlechtergerechte Sprache

Die Bergische Uni lebt von ihrer Vielfalt an Fächern und Menschen. Damit sich diese Vielfalt auch in der Sprache zeigt, hat das Rektorat im Oktober 2019 die Einführung des Gendersterns* beschlossen.

Er soll eingefügt werden zwischen
Wortstamm und weiblicher Endung (z.B. Kolleg*innen) oder
männlicher und weiblicher Endung
(z.B. Professor*in).

Um in Fließtexten die richtige Grammatik und Syntax zu gewährleisten, werden auch Pronomen und Artikel mit Stern* gegendert: z.B. jede*r Student*in, sein*e Professor*in oder der*die Mitarbeiter*in.

Geschlechtsneutrale Ausdrücke durch substantivierte Partizipien und Pluralbildung können weiterhin verwendet werden: z.B. die Studierenden, die Beschäftigten.

In der persönlichen Ansprache kann folgende Form verwendet werden: Sehr geehrte*r Vorname Nachname.

Geschlechtergerechte Formulierungen sollten verständlich, lesbar und grammatisch korrekt sein, sowie Eindeutigkeit und Rechtssicherheit gewährleisten. Wenn die Verwendung des Gendersterns grammatische Probleme verursacht, bietet es sich an, Ersatzformen zu wählen.

 

Das Genderwörterbuch GESCHICKT GENDERN bietet eine Übersicht alternativer gendergerechter Begriffe.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) empfiehlt – je nach Kontext – folgende

Ersatzformen:

- Substantivierte Partizipien oder Adjektive: die Teilnehmenden, die Studierenden

Singular: der*die Bevollmächtigte | Plural: die Bevollmächtigten

- Passivierung

Mit Passivkonstruktionen kann vermieden werden, Personen zu nennen.

Statt: Der Antragsteller muss folgende Unterlagen beifügen

Besser: Folgende Unterlagen sind beizufügen

- Sachbezeichnung: Fachkraft, Leitung, Kollegium, Personal

Bei einigen Personenbezeichnungen kann stattdessen eine Sachbezeichnung verwendet werden, diese kann z. B. auf -ung, -kraft, -schaft und dergleichen enden.

Statt: Informant, Journalist, Fachmann, Leiter, Kollege

Besser: Quelle, Presse, Fachkraft, Leitung, Kollegium, Personal, Belegschaft

- Generische Substantive ohne Movierung: Mensch, Person, Mitglied

Einige Personenbezeichnungen sind inhärent generisch und können bedenkenlos für beide Geschlechter verwendet werden, ohne dass sie eine weibliche Endung erhalten: Mensch, Person, Mitglied.

- Umformulierung mithilfe des Adjektivs: studentischer Abschluss, fachlicher Hinweis, kritische Stimmen

Von Substantiven lassen sich in der Regel Adjektive ableiten, so auch von vielen Personenbezeichnungen, denen dadurch die Gendermarkierung abhandenkommt.

Statt: Rat eines Arztes, Abschluss der Studenten, Hinweis eines Fachmanns, Kritiker

Besser: ärztlicher Rat, studentischer Abschluss, fachlicher Hinweis, kritische Stimmen

- Direkte Anrede

In einigen Textsorten ist es möglich, eine direkte Anrede zu wählen und dadurch die Gendermarkierung zu umgehen:

Statt: Besucher werden gebeten, ihren Ausweis vorzuzeigen.

Besser: Bitte zeigen Sie Ihren Ausweis vor.

- Bildung von Relativsätzen

Da das Relativpronomen wer genderneutral ist, eignen sich Relativsätze auf wer gut zur geschlechtergerechten Formulierung.

Statt: Der Antragsteller hat …, alle Teilnehmer.

Besser: Wer einen Antrag stellt, hat …, alle, die teilnehmen.

- Adverbiale Bestimmung:

Eine Personenbezeichnung kann unter Umständen durch eine adverbiale Bestimmung ersetzt werden.

Statt: … handeln als Vertreter

Besser: … handeln in fremdem Namen

 

Alle hier erwähnten Ersatzformen werden von der Gesellschaft für deutsche Sprache – je nach Kontext – empfohlen. Sie tragen dazu bei, dass beide, teils sogar alle Geschlechter sich angesprochen fühlen können, da keines explizit genannt oder formal bevorzugt wird; sie sind les- sowie vorlesbar und komplizieren einen Text nicht. Auch Wiederholungen können vermieden werden, wenn zwischen den verschiedenen Möglichkeiten abgewechselt wird. Es ist bei diesen Formen des Genderns jedoch zu beachten, dass es um geschlechtergerechtes Formulieren geht, nicht um die Sichtbarmachung von Frauen in der Sprache. Um speziell dies umzusetzen, ist auf eine andere der von der GfdS empfohlenen Möglichkeiten zurückzugreifen.